29.01.2007 Skidoo

Sonntag, 28. Januar 2007 So ein super Wochenende liegt nun wieder hinter mir. Höhepunkt war eindeutig die 3 stündige Skidoo Tour im Backcountry von Whistler. Kurz zur Maschine eine Yamaha 500 ccm irgendwas Hurbel geht auf der geraden mit bisschen „Drücken“ knappe 120 km/h *super Sach* Das kann man in Pulverschneeverhältnissen schon fast Tief-Fliegen nennen einfach Wahnsinn und die Kiste kann auch richtug gut Springen, wenn man über nen Hügel „Brettert“. Wir warn ne 9 Mann Gruppe, die Schnellen also ICH 😀 ganz vorn, die langsamen Kaffefahrtleute hinten. Die meiste Zeit sind wir so 60-70 km/h gefahren nur auf graden und gut einsehbaren strecken gings mal paar Minuten Vollgas, was immer die Möhre her gibt. Skidoofahren ist relativ anstrengend, wenn man schnell fährt, weil man andauernt auf dem Skidoo hin und her rutschen muss, sich in die Kurven lehnen und son kram und von Servolenkung haben die auch noch nix gehört. Dafür kann man mit etwas Zurücklehnen durchaus nen diggen Kickstart hinlegen 😀 0-50 in keine Ahnung ziemlich schnell. Gebremst wird nicht. Einmal gefahrn, macht definitiv Lust auf mehr, dass nächste Mal werd ich die Hardcore Tour buchen. Schnellere Skidoos und ordentlich Strecke mit Jumps und Geschwindigkeiten über 160 km/h 😀 9000$ für so nen Schlitten vielleicht kauf ich mir noch einen für das Ende der Season in Whistler 😀 Oder für Deutschland ma

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20.01.2007 Ueberblick

Samstag, 20. Januar 2007

Für alle die es noch nicht Wissen bzw. nicht wirklich Rechnen können, gibt es Heute etwas ganz Besonderes. Ich bin jetzt schon ein halbes Jahr, 6 Monate oder 185 Tage, nicht mehr in Annaberg bzw. hier in Kanada. Auf dieses „Jubiläum“ folgt natürlich ein großer „Was hab ich eigentlich in den ersten Halben Jahr hier in Kanada schon so Erlebt“ bzw. noch Mal ein kleiner Rückblicks Blog. Die ersten 3/8 sind rum,wenn alles weiter so läuft, werden noch 4 Monate ran gehangen. Wenn ihr jetzt denkt Ich kann nicht Rechnen aus Hälfte und 3/8 irgendwas? Muss ich euch sagen, dass aus den ersten 6 Monaten die eine Hälfte ergeben, 3/8 wird, weil zu den 12 Monaten noch 4 dazu kommen sozusagen die Nachspielzeit und deshalb wird aus ½ =3/8. So ist das nämlich. Aber erstmal April rankommen lassen und dann Kontostand prüfen und der Kanadischen Regierung meine 6000$ Taxes wieder „rausleiern“. Dann schaut´s gut aus mit der Nachspielzeit hier Drüben. So der Verwirrung folgt nun jetzt der Große 3/8 Halbjahres Blog

Am 20. Juli bin ich ja nun von Frankfurt aus nach Toronto gestartet. Die Czech Airline hat mich auch sehr gut nach Toronto geflogen. Von der Sommerlichen Hitze in Deutschland ging es direkt in die große Schwüle von Toronto. Klimamäßig war es in Toronto noch ein paar °C wärmer und die Luft halt schwüler als bei uns in Deutschland. War der vergangene Sommer eigentlich Gut? Ich hab den ja nur bis Juli mitbekommen und meine Erinnerungen daran sind schon verflogen bzw. vom kanadischen Bier ver(ertränkt). Toronto war meine erste Station. Eine super mega, riesengroße, Superlative Stadt in Kanada und irgendwie auch noch die 5. größte Stadt von North Amerika, dass hab ich zumindest irgendwo gelesen bzw. habs mir sagen lassen. In Toronto gibt’s Einiges zu Sehen, was ich mir natürlich auch angeschaut habe, wie den CN Tower, die Hall of Fame und andere tolle Sachen, welche hab ich leider auch schon wieder vergessen. In Toronto war ich ein paar Wochen, 7 oder so. Bisschen im Hostel und das erste Mal im Hostel gewohnt und das Hostelleben mitbekommen und dann mit 2 „Bekannten“ in die beste Basement WG Torontos gezogen für 4 Wochen. In der Zeit haben wir Toronto ein wenig unsicher gemacht und ich habe mich mal 2 Wochen im Arbeiten in Kanada probiert. Der erste Betatest für meine spätere sehr erfolgreiche Laufbahn in Langley. Die ersten echten kanadischen Dollar verdient, welche ich später auch sehr sinnvoll wieder verjubelt habe. Nach 7 Wochen war es mir dann in Toronto zu langweilig und zu eintönig, außerdem hatte ich auch keinen Job mehr, also hab ich mich dann relativ kurzfristig entschlossen aus Toronto weg zugehen und in Richtung Westen zu “Ziehen“.

Anfänglich wollte ich auf „gut Glück“ nach Alberta, weil es da nach Informationen Anderer bessere und besser Bezahlte Jobs geben sollte. Am Ende hat sich das Ziel aber doch noch verändert und auf „Empfehlung“ eines Bekannten wurde nun Vancouver ins Visier genommen. Wir kommt man von Toronto 6500 km weiter westlich nach Vancouver? Man könnte 5h fliegen und nichts vom Land sehen und 500$ bezahlen oder man könnte eine Mitfahrgelegenheit suchen 3 Wochen durchs Land Fahren und 500$ zahlen. Zwei Möglichkeiten und ein Ziel, irgendwie hab ich es auch hinbekommen kurz vorm Flugbuchen doch noch eine Mitfahrgelegenheit zu finden, was gar nicht so einfach ist hier in Kanada. Jedenfalls ging es nun für mich für die nächsten 3 Wochen mit zwei Deutschen und einen Dodge Caravan 7000 km von Toronto nach Vancouver, ein Mal quer durch Kanada sozusagen und noch ein Bonus, einmal durch die Rocky´s von Jasper nach Banff. Man nennt das hier Roadtrip, kennt man in Europa nicht so. In Europa fahr ich in 11 Stunden nach Kroatien durch 2 Länder, hier fährt man 3 Tage eh man mal aus dem Bundesstaat Ontario raus ist. Also hat der Name Roadtrip schon was. Man ist nämlich die größte Zeit auf der Straße. Für einen Roadtrip braucht man ein Auto und bisschen Geld. Ein Roadtrip ist eigentlich ganz nett, wenn man irgendwie die Stunden im Auto unterhaltsam verbringen kann.

Das Beste am Roadtrip ist, wenn man dann am Tagesende irgendwo im Nirgendwo anhält und noch ordentlich „Abfeiert“. Auf einem Roadtrip gibt’s es natürlich auch einiges zu Sehen. Man könnte denken, dass meiste Geld braucht man für den 11l Benzin schluckenden Dodge Caravan aber nein das meiste Geld braucht man für Alkohol und was zum Essen. Ich habe in den 3 Wochen knapp 500 $ gebraucht und davon waren vielleicht 200 $ fürn Sprit und 80$ für´s Essen. Insgesamt haben wir schon für 600$ oder so Getankt aber pro Person gerechnet war das Benzingeld nicht der größte finanzielle Aufwand auf unserem Roadtrip quer durch Kanada. Wenn man dann noch ein Zelt im Auto hat, kommt man natürlich besonders günstig und sehr abenteuerreich Abends zum Schlafen. Jeden Abend haben wir einen Campground (Campingplatz) angesteuert und den allabendlichen Zeltaufbau mit einem mittelmäßigen kanadischen Bier begossen. Nach 5-6 Stunden täglicher Fahrt wurde dann auf den Campgrounds immer schön Ausgespannt. Irgendwie mit einem großen Topf Spagetti gekocht und diese mit div. Tomatensoße verfeinert. Spagetti war im Prinzip unser Hauptnahrungsmittel auf dem Trip nach Vancouver. Morgen gab´s Nutella und Bemme (Stulle-Schnitte-Scheibe Brot) Mittag eine Banane und abends dann wieder Spagetti. Jeden Abend am Lagerfeuer gesessen und UNO gezockt und das ein oder andere mittelmäßige kanadische Bierchen getrunken, manchmal auch das ein oder andere zuviel. In Kanada soll es ja wilde Tiere geben, wir haben bis auf ein Elk (Elch) und paar Bisons keine weiteren wilden Tiere gesehen. Die Bären haben wir vergeblich gesucht und nicht gefunden. Die Landschaft in Ontario war geprägt von hunderten Seen viele Kleine und richtig große die mal eben die Fläche von Sachsen einnehmen. In Manitoba gab´s mal gar nichts außer flachem Land und weitere Seen. Sasketchewan hatte auch nur flaches Land und Millionen an km² Kornfelder zu bieten. Die einheimischen von Sasketchewan die haben so lustige Witze auf Lager wie: „den seine Frau ist ihm davon gelaufen, ich hab sie 5 Tage davonlaufen sehen. Ist auch nachvollziehbar wenn man 100km weit schauen kann und Nichts sieht außer davonlaufende Frauen. Als nächstes kam Alberta und dort sind auch die weltbekannten Rocky Mountains. Calgary einen Besuch abgestattet und auch mal nach Edmonton gefahren. Alberta hat viel Öl und Ölindustrie und eben die Rocky Mountains, die man sieht, wenn man ein paar Km hinter Calgary in Richtung Banff fährt oder eben oben in Edmonton nach Jasper rein fährt. Nach 9 Wochen flachem Land stechen einem die Rocky Mountains richtig ins Auge. Man fährt da direkt vom Flachen in die Rocky´s, von 0 auf 100 in kurzer Zeit. Die Rocky´s sind natürlich traumhaft und wenn man dann noch wie wir einmal komplett durchfährt, hat man da Erinnerungen die man nie vergessen wird. Wir sind 5 Tage durch die Rocky´s gefahren und haben dort auch immer auf Campgrounds gezeltet. Problem war nur, dass es langsam ende August bzw. Anfang September kälter wurde. Naja nur die Harten kommen in den Garten bzw. da muss man durch als Lurch, wenn man Frosch werden will. Mit „All you can burn“ free Feuerholz oder „für 5$ kannst du diesen kleinen Sack Holz verbrennen“, haben wir es uns dann immer Abends gemütlich gemacht und uns von Innen mit div. Alkoholischen Hausmitteln wieder aufgewärmt bzw. für die kommende Nacht vor- präpariert. Nach vergeblichen Versuchen beim Wildcampen mal keine Brombeeren sondern Crizzlbären zu sehen ging es dann langsam in Richtung Vancouver. Noch 3 Tage durch die Okanagen (Kelowna) wurde es dann wieder Flach und Vancouver hatte 3 Touris mehr. Die nächste Zeit habe ich dann mit Arbeit suchen und Nichts Tun verbracht. In Vancouver bin ich dann bei Bekannten eine Weile untergekommen, eh ich dann nach Langley gezogen bin. Ende September und Anfang Oktober hatten wir noch sehr gutes Wetter, so dass ich noch ein wenig in den Bergen hier zum Hiking gegangen bin. (Im Prinzip ist Hiking= Wandern) Anfang Oktober hatte ich dann einen super Job gefunden als Werkzeugmacher. In Langley einem „kleinen Vorort von Vancouver mit 40.000 Einwohnern. Durch Zufall bzw. mit viel Glück noch eine etwas noblere WG (Wohngemeinschaft), mit Pool, Whirlpool, Sauna, Fitnessroom und Clubhaus gefunden und letztendlich am 16. Oktober meine Auslandskarriere als Werkzeugmacher in Kanada begonnen. Vom ersten Tag an rollte der Dollar, so dass ich sehr entspannt in die „Zukunft“ blicken konnte. Die Arbeit in Kanada macht richtig Spaß. Ich lern viele neue Sachen, ein paar Sachen lernen die Kanadier von mir. Bis ende November war ich nur Arbeiten und hab hier in Langley gewohnt. Ende November kam dann endlich der erwartete Schnee, weshalb ich hier her gekommen bin. Zu meinen Geburtstag habe ich mich noch fix selbst mit einer neuen Snowboardausrüstung beschenkt, so dass es dann zum ersten Mal, am letzten Novemberwochenende, nach Whistler, dem Skimekka von Kanada, ging.

Whistler ist natürlich toll und mit dem Erzgebirge schon mal gar nicht zu vergleichen. Eine neue Welt, könnte man sagen. Mein neues Board fährt sich super und ich kann auch noch Fahren und genug Geld hab ich auch um mir den extrem teuren Spaß in Whistler leisten zu können. Unter der Woche wird immer schön Gearbeitet und jedes Wochenende ging’s dann nach Whistler  zum Snowboarden. Ich hab paar nette Leute kennen gelernt mit denen ich immer nach Whistler fahre. Über Weihnachten bin ich dann 12 Tage in den Winterurlaub nach Big White und Sun Peaks gefahren und habe 10 Tage Snowboarden genossen. Es gibt glaube ich keinen besseren Platz, als in den Rocky Mountains Snowboard zu fahren, höchstens in den Alpen noch. Seit 16. Oktober Arbeiten und an den Wochenenden Snowboardfahren, dass ist momentan so „Alles“ was ich hier in Kanada mache und noch bis April machen werde. Irgendwann wenn meine ganzen kanadischen Dollar alle sind komm ich zurück nach Deutschland und dann schau mer Mal, was mich neben 19% Mwst und anderen sinnlosen Sachen so erwartet. Aber bis dahin wird hier jeder Tag in Kanada genossen.

03.01.2007 Winterurlaub

 

So nach 12 Tagen tollen Winterspass bin ich nun wieder in Langley eingetroffen. Die 12 Tage Urlaub die ich hatte waren wirklich super. In Big White hatte ich absolut die besten Schneebedingungen die man sich Wünschen kann und Sun Peaks war auch relativ angenehm, nur nicht so die perfekten Bedingungen. Ich habe viel Erlebt, bin viel Snowboard gefahren und hab zwei neue Skiresorte besucht.

Es gibt reichlich Bilder in der Galerie und einen Winterurlaubsblog. Am 2. Januar hatte ich noch frei, was man von 75% aller anderen Kanadier nicht behaupten kann, die waren nämlich alle schon straff am Arbeiten. Den Tage heute habe ich noch schön ausgespannt und mit Einkaufen verbracht, Morgen gehts dann wieder ans Arbeiten für 3 Tage dann kommt endlich wieder Wochenende und ich schau mal was ich da machen werde. Hat schon jemand was für 19% MWST gekauft? Also ich kann mich hier über die 8 und 7% wirklich freuen.

Erste Station in meinen Winterurlaub war Big White. Um dort hinzukommen, musste ich am Freitag, den 22. Dezember bisschen eher von Arbeit weg um rechtzeitig den Bus nach Kelowna zu bekommen. Eine nacht in Kelowna im Hostel verbracht und dann am nächsten Morgen mit den Shuttle nach Big White rein zu fahren, was ca. 1,5 Stunden dauert und 20 $ kostet. In der Nacht vom 22 zum 23. hat es dann schon mal schön geschneit, so dass am 23. wo ich in Big White angekommen bin schon mal gute Pulverschneebedingungen herrschten. Ich bin dann ab 1 Uhr Mittags auf die Piste und hab mich bei 110 Pisten erstmal umgeschaut, wo es sich denn am besten Boarden lässt. Es hat den ganzen Tag und die ganze Nacht geschneit. Gegen 6-7 Uhr Abends waren dann satte 30 cm Schnee gefallen, so dass wir überall Pulverschneebedingungen hatten auf jeder Piste. Bis um 8 den Pulverschnee genossen und dann zurück ins Hostel nach einem guten ersten Tag. Abends noch paar Bierchen getrunken und mich dann schon auf den nächsten Morgen gefreut. Am nächsten Morgen zeitig aufstehen um mit als Erster am Lift zu sein. Im Hostel war schon großes Wuuling, da Alle die ersten sein wollten. Jedenfalls hab ichs dann auch nach nem kurzen Frühstück geschafft 8.30 Uhr Morgens mit als Erster am Lift zu sein und auf den berg hoch zu liften. Egal welche Piste man sich ausgesucht hat, Pulverschnee ohne Ende und die haben in der Nacht nicht präpariert, weil es die ganze Zeit geschneit hat. Bei -8 °C waren die Schneebedingungen perfekt und das Wetter war auch sonnig. So hab ich den Weihnachtstag 24. Dezember bis 7 Uhr auf der Piste gefeiert und bin dann Abends ins Hostel und habe dort noch ein bisschen gefeiert. Im Village in Big White gab es ein paar gute Plätze zum feiern und auch nicht zu teuer. So hatten wir paar nette Stunden im Pub eh es dann wieder ins Bett gehen sollte. Nachts um 2 kam dann ein betrunkener Weihnachtsmann in mein Hostelzimmer der noch eingecheckt hat. Der Lustige und betrunkene Santa Claus meinte jedenfalls ich müsse noch mal mit ins Pub ein Bierchen trinken. Naja Bin ich noch mal mit ins Pub. Jedenfalls der lustige Santa Claus war nen ex Pro Snowboarder im Boardercross. Netter Mensch der seinen kleineren Bruder 19 Jahre mit hatten. Wir sind dann jedenfalls die nächsten Tage zusammen über die Pisten gebrettert und haben die Pubs unsicher gemacht. Wir hatten ne Super Zeit. Früh zeitig raus auf die Piste. Um 11 Uhr ins Pub zum „Aufwärmen“ mit div. alkoholischen Getränken und dann nach einer Stunde wieder zurück auf die Piste bis zur nächsten Aufwärmrunde. Neben 6 Jahren Profisnowboarder war der gute Chris auch noch 15 Jahre profi Koch, so dass wir am 25. nen feines und gutes Weihnachtsdinner hatten. Eigentlich nur wir Drei aber am Ende hat der Chris für 140$ eingekauft und im Hostel haben dann ca. 15 Leute gut Gegessen und gut Getrunken. Die nächsten Tage gingen dann so weiter. Snowboarden, „Aufwärmen“ irgendwo was zu Abendessen und dann ab ins Pub. Und bei all diesen tollen Aktivitäten hab ich keinen einzigen Cent zahlen müssen. Im Hostel war es bisschen zu laut und bisschen schmutzig im Zimmer, jedenfalls meinte der Chris er mietet jetzt ne Lodge für uns 3 damit wir raus aus den Hostel kommen. Gesagt getan hatten wir ne Wahnsinns Lodge mit allen drum und dran + super Blick. Nicht sehr billig aber im Urlaub spielt das keine Rolle. Noch nen gutes Dinner für 130 $ + 2 Flaschen Wein für 100 $ und auch diesmal war meine Kreditkarte wieder ungenutzt. Am 30. musste ich dann von Big White nach Sun Peaks. 5 Uhr Morgens aufstehen um 5.30 das Shuttle nach Kelowna zu kriegen. Von kelowna ging 9 Uhr der Bus nach Kamloops und dort hat mich dann der gute Mann vom Hostel abgeholt. Von Kamloops nach Sun Peaks ins Resort waren es auch gut 60 Minuten fahrt. In Sun Peaks angekommen habe ich ein wenig das Village erkundet, nur gab es da nicht viel zu Erkunden. Vom Hostel ins Village sind das nette 20 Minuten Fußmarsch oder man versuchst per Anhalter. Im Village Center gibt’s nur Hotels ein paar kleine zu teure Läden und 2 Pubs und ein paar Restaurants. Der erste Abend wurde also großteils im Hostel mit Bier trinken und mit andere Leute belabern verbracht. Am 31 Januar wollte ich dann früh raus um gleich um 9 den ersten Lift zu nehmen. Hat auch geklappt fix was zu essen gemacht und dann zum Lift. In Sun Peaks haben die den langsamsten 4er Sessel der Welt man wäre mit Laufen glaube ich schneller oben. Naja jedenfalls habe ich eine 23 Minuten  Fahrt auf den Gipfel genossen. 2040m hoch oder irgendwas in der Richtung. Schon auf der Fahrt musste ich sehen, dass da Oben viel zu wenig Schnee liegt. Der Wind hat den ganzen Powder weg geweht, so dass teilweise der Grund zu sehen war. Also musste ich mich mit Boarden ein wenig weiter unten aufhalten, wo die Bedingungen besser waren. Ich hab dann noch eine Bekannte aus Toronto getroffen, der ich ein bisschen das Snowboardfahren beibringen wollte was nach vorherigen professionellen Snowboardunterricht auch relativ gelang. So bin ich bis 3.30 p.m. in Sun Peaks rumgeboarden und schon mit der Entscheidung einen Tag eher Heim zu fahren. Weil erstens mir dass doch alles ein wenig zu Stressig geworden wäre einen Tag vor Arbeitsbeginn wieder in Langley einzulaufen und ich habe nach 8 Tagen Big White und reichlich Alkohol und nicht ausreichend Nahrung und Schlaf ein wenig Gekränkelt. Um 6.30 p.m. sind wir dann Alle vom Hostel noch mal ins Village rein gelaufen um dort eine Big Air Jumpshow und ein tolles Feuerwerk + eine Fackelabfahrt uns anzuschauen. Bis 20 Uhr ging der Spass, dann war im Village tote Hose und in allen Pubs 40-80 $ Eintritt für eine Silvesterparty. Zurück zum Hostel gings dann dort ans Aufwärmen. (Nicht das Aufwärmen, weil mir kalt war, nein dass alkoholische Aufwärmen) Um 22.50 Uhr wurde ich dann Abgeholt zu einer Party in Sun Peaks bei irgendjemand den ich nicht kenne aber so was ist immer gut. Also war ich dann auf einer Silvesterparty mit 2 Deutschen und paar anderen Leuten noch. War ganz lustig und sehr alkoholisch. So habe ich gut ins Jahr neue Jahr 2007 reingefeiert. Am Nächsten Tag wurde ein wenig länger geschlafen und noch ein kurzer Shoppingtrip ins Village gestartet, eh es dann 2 p.m. mit dem Shuttle nach Kamloops ging um dort 4 p.m. den Bus nach Langley zu nehmen. Es war sehr Schlau etwas früher da zu sein, weil 50 Minuten nach mir standen da ca. 100 Leute die auch in Richtung Vancouver wollten. Wer nun den Greyhound kennt, der weiß, dass man bei solchen Menschenmassen durchaus auf den nächsten Bus warten darf. Abends gegen 9 Uhr mit etwas Verspätung bin ich gut in Langley angekommen. Es ist richtig schön wieder „ Zu Haus“ zu sein. Jedenfalls hab ich mir noch ein gutes Abendessen gekocht und bin dann auch relativ schnell ins Bett. Meine Mitbewohner hatten den 1.1. auch gut zum Ausnüchtern genutzt und waren noch etwas Angeschlagen. Die mussten schon am 2.1. wieder Arbeiten wie fast alle anderen nur für mich und meine Kollegen geht’s erst am 3.1 wieder los. Ich habe meinen Winterurlaub reichlich genossen. Big White war definitiv besser als Sun Peaks. Ich hab viele nette Leute getroffen und mit dem Ex Pro Chris werde ich mich noch des öffteren in Whistler treffen, weil der über den Winter dort ansässig ist und jeden Tag das Snowboarden genießt. Er will mir einige geheime Stellen in Whistler zeigen, die besten Backcountryruns und was auch immer. Fern von der Familie muss ich trotzdem sagen, war Weihnachten und der Jahreswechsel ganz nett. Nicht wie gewohnt mit tollem Essen und vielen Geschenken aber dafür mit reichlich Schnee und Snowboardfahren, was man im Erzgebirge momentan noch vermisst. Ach so beide Hostels waren Ski In Ski Out Hostels. Dass heißt man geht aus der Tür raus und steht so gut wie auf der Piste. In Big White musste man nur einen kleinen hang ca. 20m hoch gehen und war direkt auf der Piste und in Sun Peaks musste ich nur über die Straße laufen ca. 30m und war direkt am Lift. Das Hostel in Big White war relativ groß mit Hot Tube ansonsten nix Besonderes. Die Zimmer waren ok. Im Hostel waren 80% Australier die in Big White gearbeitet haben so war es für die Touris wie mich die 7.50 Uhr Morgens Aufstehen wollten nicht der perfekte Ort, weil die Leute dort gut am Party machen waren bis in die Morgen Stunden. Das Hostel in Sun Peaks dagegen war super. Nur 40 Betten aber richtig schöne Familienatmosphäre. Gute Küche mit Theke und offen zum TV Raum, Essbereich. Das Sun Peaks Hostel kann ich nur empfehlen mit 22 $ auch sehr günstig und gut.